FAQ

Was ist das Ziel der Genossenschaft?

Die BürgerEnergie eG bietet Bürgern die Möglichkeit, sich als Genossenschaftsmitglied aktiv beim Ausbau der erneuerbaren Energien sowie bei Aktivitäten zu Energieeffizienz und Umweltschutz zu beteiligen.

Wie lange läuft eine Mitgliedschaft?

Die Genossenschaft Die BürgerEnergie eG ist befristet bis zum 31.12.2035. Auf Beschluss der Generalversammlung kann bei einer Dreiviertel-Mehrheit die Laufzeit verlängert werden. Bei Auflösung der Genossenschaft wird das vollständige aktuelle Vermögen anteilig an die Mitglieder ausgezahlt. Genossenschaftsanteile sind befristet auf die Laufzeit der Genossenschaft, können aber auch vorher gekündigt werden.

In welche Anlagen will Die BürgerEnergie eG investieren?

Mit einer Beteiligung an Die BürgerEnergie eG unterstützen Sie Projekte zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Umweltschutz. Die Genossenschaft wird z.B. in Anlagen aus den Bereichen Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse investieren. Geplant sind außerdem Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz. Bei den ersten drei Projekten handelt es sich Photovoltaik-Anlagen. Die Projekte laufen in Zusammenarbeit mit RWE oder anderen Partnern.

Kann ich die Anlagen besichtigen, die Die BürgerEnergie eG unterstützt?

Eine Besichtigung der Anlagen ist generell möglich. Aufgrund örtlicher Begebenheiten müssen Sie jedoch mit Einschränkungen rechnen; z.B. ist es nicht bei allen PV-Dachanlagen möglich, direkt auf das Dach zu gelangen.

Warum unterstützt RWE Die BürgerEnergie eG?

RWE hat eine lange Tradition in der Zusammenarbeit mit Kommunen und Bürgern. Erst kürzlich hat der Konzern eine Studie zu dem Thema Akzeptanz von Infrastrukturprojekten veröffentlicht und sich eine noch stärkere Einbeziehung der Bevölkerung bei Energieprojekten zum Ziel gesetzt. Dazu passt der Genossenschaftsgedanke genauso wie die Themenfelder, in denen Die BürgerEnergie eG aktiv sein wird. RWE bzw. die RWE Effizienz ist deshalb eines der Gründungsmitglieder und unterstützt die Genossenschaft mit Fachwissen und Erfahrung.

Wie viele Anteile kann ich zeichnen?

Die Anzahl der Anteile ist flexibel. Sie müssen mindestens ein Anteil zeichnen und können momentan bis zu 500 Anteile maximal erwerben. Die BürgerEnergie eG behält sich vor, die Anteilsbegrenzung in Zukunft über 500 hinaus zu erweitern.

Warum kann ich nicht mehr Anteile zeichnen?

Die BürgerEnergie eG möchte möglichst vielen Bürgern die Gelegenheit geben, sich bei dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu beteiligen. Deshalb wurde die Anzahl der Anteile je Mitglied erst mal begrenzt. In Zukunft wird es jedoch weitere Projekte und Investitionsmöglichkeiten geben – dann werden auch weitere Anteile ausgegeben, um so zusätzliche Mitglieder zu beteiligen bzw. bestehenden Mitgliedern eine Aufstockung der Anteile zu ermöglichen.

Was passiert bei Überzeichnung?

Für die Finanzierung der ersten drei Photovoltaik-Anlagen werden rund 250.000 Euro benötigt. Sobald genug Anteile gezeichnet wurden, um diesen Wert zu erreichen, sind die Projekte finanziert. Übersteigen die eingegangenen Anträge das Gesamtvolumen, wird die Genossenschaft nach eigenem Ermessen eine Auswahl vornehmen – und gegebenenfalls Mitgliedsanträge bzw. Anträge auf Zeichnung weiterer Anteile zurückweisen müssen. Um dies zu vermeiden, werden bereits neue Projekte und Investitionsmöglichkeiten geprüft.

Kann ich feststellen, für welche Anlage mein Geld verwendet wird?

Nein, nicht direkt, da das Geld nicht Anlagen-spezifisch, sondern für die Aktivitäten der Genossenschaft im Allgemeinen verwendet wird. Sie erhalten natürlich über jedes Projekt und jede Investition Informationen. Eine direkte Zuweisung Ihres Geldes zu einer bestimmten Anlage ist nicht möglich, da Sie sich an der gesamten Genossenschaft beteiligen.

Brauche ich eine Bank, um die Genossenschaftsanteile in einem Depot zu verwahren?

Ein Bankdepot ist für Genossenschaftsanteile nicht notwendig. Jedes Genossenschaftsmitglied bekommt eine schriftliche Bestätigung über die Anzahl der übernommenen Anteile. Zusätzlich wird eine Mitgliederliste geführt, anhand derer die Anzahl der Mitgliedsanteile belegt werden kann.

Kann man während der Laufzeit zusätzlich Geld einzahlen?

Ja, momentan bis zu einer Obergrenze von 500 Anteilen (25.000 Euro). Die BürgerEnergie eG möchte solide und sicher wachsen und wird dazu im Laufe der Zeit weitere Projekte durchführen. Diese werden dann über die Ausgabe von neuen Genossenschaftsanteilen finanziert. In diesem Fall können Mitglieder weitere Anteile zeichnen, soweit sie die momentane Obergrenze von 500 Anteilen noch nicht erreicht haben.

Besteht eine Möglichkeit, vor Ablauf der Laufzeit die gezahlten Genossenschaftsanteile zu veräußern?

Jedes Mitglied kann mit einer Frist von drei Jahren zum Jahresende einen oder mehrere Genossenschaftsanteile kündigen. Nach Ablauf der Frist wird dann der Nennwert der Anteile (je 50 Euro) ausgezahlt. Gleichzeitig besteht jederzeit die Möglichkeit, Genossenschaftsanteile an ein anderes Genossenschaftsmitglied oder Neu-Mitglied zu verkaufen. Die BürgerEnergie eG wird ihre Mitglieder bei der Weitergabe von Anteilen soweit wie möglich unterstützen.

Wann erhalte ich mein Geld zurück?

Nach Kündigung der Genossenschaftsanteile erhalten Sie den Nennwert (je 50 Euro) der Anteile mit einer Kündigungsfrist von drei Jahren ausbezahlt. Ansonsten bekommen Sie nach Beendigung der Genossenschaft anteilig das Vermögen der Genossenschaft ausbezahlt, so dass ein Anteil zu diesem Zeitpunkt auch mehr als 50 Euro wert sein kann. Zusätzlich findet eine jährliche Gewinnausschüttung je Anteil statt, sofern die Finanzen der Genossenschaft eine Gewinnausschüttung zulassen.

Wann wird die Gewinnausschüttung ausgezahlt?

Der jährliche Gewinn (Jahresüberschuss) wird in Höhe von zehn Prozent in die gesetzliche Rücklage überführt. Der verbleibende Betrag in Höhe von 90 Prozent des Gewinns / des Jahresüberschusses wird anteilig an die Mitglieder ausgeschüttet. Die Generalversammlung kann mit Dreiviertel-Mehrheit beschließen, dass weitere Gewinnanteile in eine Ergebnisrücklage fließen. Im Nachgang der Generalversammlung wird dann innerhalb von 30 Tagen die anteilige Gewinnausschüttung an die Mitglieder ausbezahlt.

Wie hoch wird die Gewinnausschüttung sein?

Die Gewinnausschüttung ist abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaft. Dazu wird basierend auf dem Jahresabschluss der Gewinn anteilig auf die Anzahl der Genossenschaftsanteile verrechnet.
Die BürgerEnergie eG hat sich zum Ziel gesetzt, nur solche Aktivitäten zu tätigen, die für die Mitglieder vorteilhaft sind. Zusätzlich wird eine Gewinnausschüttung von mindestens drei Prozent pro Jahr angestrebt. Die Gewinnausschüttung kann höher oder niedriger ausfallen, eine Garantie wird nicht gegeben.

Kann ich mein Geld verlieren, sind meine Anteile vor Insolvenz geschützt?

Im Fall einer Insolvenz kann es sein, dass der Nennwert Ihrer Anteile nicht ausgezahlt werden kann. Die Anteile an der Genossenschaft unterliegen einem gewissen unternehmerischen Risiko, so dass ein Verlust möglich ist. Die BürgerEnergie eG unternimmt jedoch alles, um dieses Risiko zu minimieren.

Können sich nur RWE-Kunden an der Genossenschaft beteiligen?

Nein, prinzipiell kann sich jeder an Die BürgerEnergie eG beteiligen. Minderjährige natürlich nur mit dem Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.

Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit zwischen Genossenschaft und RWE für mich als Mitglied?

RWE engagiert sich mit Know-how und Erfahrung für die Energieeffizienz-Infrastruktur in Deutschland. Sie unterstützt ihre Kunden dabei, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen: von der E-Mobilität über dezentrale Energieerzeugung und Hausautomation  bis zur Energieberatung. Sie als Mitglied können davon profitieren: Mit regelmäßigen günstigen Vorteilsangeboten, z. B. für eine Energieberatung oder die telefonische Stromsparberatung.

Wie erfolgt die Berechnung der anteiligen Rendite?

Gemäß Satzung (§40 Verwendung des Jahresergebnisses) werden bei der Ermittlung der ausschüttbaren, anteiligen Rendite die Geschäftsguthaben  am Schluss des vorhergegangenen Geschäftsjahres berücksichtigt (D.h. für das Geschäftsjahr 2013 die Geschäftsguthaben die bis Ende 2012 eingezahlt wurden).

Zusätzlich werden die eingezahlten Geschäftsanteile für das Jahr 2013 ab dem ersten Tag des auf die Einzahlung folgenden Kalendervierteljahres berücksichtigt (D.h. Einzahlungen die im Zeitraum vom 01.01.13 bis 31.03.13 geleistet wurden, werden ab dem 01.04.2013 berücksichtigt.

Einem Mitglied, dass in diesem Zeitraum die Einzahlungen auf den Geschäftsanteil geleistet hat, stehen 9/12 der anteiligen auszuschüttenden Rendite zu).

Beispiele:

 A) Herr Müller hat 50 Anteile gezeichnet. Die Einzahlung hat er am 12.02.2013 geleistet.
Herr Müller hat einen Renditeanspruch für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von  9/12 des anteilig für das Geschäftsjahr 2013 ausgeschütteten Ergebnisses. 

B) Frau Meier hat 70 Anteile gezeichnet. Die Einzahlung hat sie am 30.12.2012 geleistet.
Frau Meier hat einen Renditeanspruch  auf das volle, anteilig für das Geschäftsjahr 2013 ausgeschüttete Ergebnis.

C) Frau Schulze hat 20 Anteile gezeichnet. Die Einzahlung hat sie am 22.11.2013 geleistet.
Frau Schulze hat keinen Renditeanspruch für das Geschäftsjahr 2013.

Warum erfolgt die Berechnung der Rendite in dieser Form?

Die Genossenschaft kann die eingezahlten Mittel für Projekte erst einsetzen, wenn die Projekte voll finanziert sind. D.h. erst dann verzinsen sich die Einlagen der Mitglieder. Um eine gerechte Verteilung des ausschüttbaren Ergebnisses sicherzustellen wird der Zeitpunkt der Einzahlung der Geschäftsanteile herangezogen.